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Setting

Das Setting ist der vereinbarte Rahmen einer therapeutischen oder beraterischen Begleitung. Dazu gehören Ort, Zeit, Häufigkeit, Kosten, Rollen, Vertraulichkeit, Erreichbarkeit und klare Absprachen für Krisen und Veränderungen.

Eine vertrauensvolle Begleitung lebt nicht nur vom Gespräch. Sie braucht einen verlässlichen Rahmen. Wenn klar ist, wann, wo und unter welchen Bedingungen wir arbeiten, kann mehr Aufmerksamkeit für das eigentliche Anliegen entstehen.

Was bedeutet Setting?

Setting bezeichnet die äußeren und inneren Rahmenbedingungen einer Therapie, Beratung, Gruppe oder eines Seminars. Dazu gehören Raum, Dauer, Terminrhythmus, Honorar, Rollen, Methoden, Datenschutz und die Form der Zusammenarbeit.

Auch unausgesprochene Erwartungen sind Teil des Settings. Darum ist Transparenz so wichtig.

Bestandteile eines klaren Settings

  • Ort und Dauer der Sitzung,
  • Häufigkeit und mögliche Pausen,
  • Honorar und Regelung bei Absagen,
  • Vertraulichkeit und deren rechtliche Grenzen,
  • Erreichbarkeit zwischen Terminen,
  • Umgang mit Verspätungen und Veränderungen,
  • Ziele, Methoden und Verantwortlichkeiten,
  • Vorgehen in akuten Krisen.

Vereinbarungen sollten verständlich sein und Fragen ausdrücklich erlauben.

Der therapeutische Raum

Ein Raum beeinflusst Erleben: Sitzordnung, Abstand, Licht, Geräusche und die Möglichkeit, sich zu bewegen. In gestalttherapeutischer Arbeit können Stühle, Bodenanker oder kreative Materialien genutzt werden.

Du darfst mitteilen, wenn eine Position, Nähe oder Übung nicht stimmig ist.

Rollen und Grenzen

Ich bringe fachliche Verantwortung, Methoden und meine Wahrnehmung ein. Du bleibst Expert:in für dein Erleben und entscheidest mit, worauf du dich einlässt. Eine therapeutische Beziehung ist persönlich und zugewandt, aber nicht privat oder grenzenlos.

Klare Rollen schützen vor Abhängigkeit und Missverständnissen.

Setting bei Paaren, Familien und Gruppen

Wenn mehrere Menschen teilnehmen, braucht es zusätzliche Absprachen: Wer ist Auftraggeber:in? Wie werden Informationen behandelt, die einzelne Personen mitteilen? Was gilt für Vertraulichkeit in der Gruppe?

Ein Rahmen kann im Verlauf angepasst werden, wenn alle Beteiligten verstehen und mitentscheiden.

Online, telefonisch oder in Präsenz

Jedes Format hat Möglichkeiten und Grenzen. Datenschutz, ungestörter Raum, technische Stabilität und Eignung für das Anliegen müssen geprüft werden. Nicht jede Krise lässt sich online ausreichend sicher begleiten.

Ein lebendiger, verlässlicher Rahmen

Setting ist kein starres Regelwerk. Es schafft Orientierung und kann zugleich gemeinsam überprüft werden. Wenn sich Lebenssituation oder Auftrag verändern, sprechen wir darüber.

Informationen zu meinem konkreten Rahmen findest du unter Angebot. Offene Fragen klären wir vor Beginn oder jederzeit im Prozess.

Häufige Fragen

Was gehört zu einem therapeutischen Setting?

Unter anderem Ort, Dauer, Häufigkeit, Kosten, Rollen, Vertraulichkeit, Erreichbarkeit, Methoden und Regelungen für Absagen oder Krisen.

Kann ein Setting später verändert werden?

Ja. Veränderungen sollten transparent besprochen und neu vereinbart werden, damit der Rahmen für alle Beteiligten klar bleibt.

Warum sind Grenzen im Setting wichtig?

Sie schützen Selbstbestimmung, Vertraulichkeit und fachliche Verantwortung und verringern Missverständnisse oder Abhängigkeit.